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Managementverfahren: "Familienfreundliche, bürgeraktive und demografiesensible Kommune“

Um was geht es?

In den kommenden Jahrzehnten wird fast jeder dritte Bürger älter als 60 Jahre alte sein. Innerhalb der Gesellschaft findet somit ein großer Wandel statt. Dies stellt auch Steinmauern vor große Herausforderungen. Die gesellschaftliche Entwicklung erfordert eine gut aufgestellte Infrastruktur. Steinmauern hat erkannt: Gesellschaft zu managen ist kommunale Aufgabe und Herausforderung, die Weichen für eine passgenaue, zukunftsfähige Infrastruktur entsprechend zu stellen und die relevanten Schwerpunkte in den Handlungsfelder aktiv anzugehen. Das Mangagementverfahren bot dazu eine Hilfe. Als eine von 20 Modellkommunen erhielt die Gemeinde Steinmauern hier vom Land Unterstützung. Das integrierte Managementverfahren ist ein Angebot des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, dem Gemeindetag, Städtetag und Landkreistag Baden-Württemberg, dem Kommunalverband für Jugend und Soziales, der Akademie Ländlicher Raum sowie der FamilienForschung des Statistischen Landesamtes. Es leitet dazu an, geeignete Strategien und Handlungskonzepte zur Bewältigung des demografischen Wandels umzusetzen. Es ermöglicht die aktive Mitgestaltung der Bürgerschaft und örtlicher Unternehmen, es mobilisiert neue Ideen und kreative Lösungen.

DIE DREI SÄULEN: Prozessbegleitung – Bürgerbeteiligung – Handlungskonzept

Zusammen mit der Projektgruppe aus Gemeinderat, sowie wichtigen Multiplikatoren der örtlichen Bürgerschaft und Gewerbe wurde ein integriertes Handlungskonzept entwickelt, das wesentliche Strategien, Ziele und Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung der Kommune im demografischen Wandel beinhaltet.

Projektablauf in Steinmauern:

Der gesamte Prozess gliederte sich in große Veranstaltungen:

Bilanzwerkstatt 14.07.2014

„Wo stehen wir?“- mit dieser Frage beschäftigten wir uns in der Bilanzwerkstatt, in der wir die demografische Ausgangssituation in Steinmauern, unsere Stärken und Schwächen analysieren und daraus resultierend drei Handlungsfelder festlegten:
A. familienfreundliches Umfeld – attraktiv für junge Familien
B. Miteinander der Generationen“
C. Weiterentwicklung der örtlichen Infrastruktur und Angebote

Zukunftswerkstatt 10.01.2015

Der nächste Schritt beantwortete die Frage: „Wo wollen wir hin?“. Zahlreiche engagierte Bürger entwickelten einen Tag lang gemeinsam Ideen für ein zukunftsfähiges Steinmauern. Sie überlegten wie Betreuungs- und Bildungsangebote am Bedarf der Familien weiter entwickelt werden können, Sie stellten sich die Frage, was Steinmauern für ein aktives Miteinander von Jung und Alt braucht und die Dorfgemeinschaft gestärkt wird und sie suchten nach Wegen, wie Wohnumfeld und Nahversorgung aber auch Naherholung gestaltet sein müssen, damit die Gemeinde auch künftig attraktiv bleibt. Sie sammelt Ideen wie die Zusammenarbeit der Vereine gestärkt werden kann und ein lebendiges Dorfleben weiter ausgebaut werden kann.

Strategiewerkstatt 23.02.2015

Darauf folgte die dritte Werkstatt unter dem Motto „Was tun wir konkret?“ Die Projektgruppe Demografischer Wandel hatte nun die Aufgabe, die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt zu bündeln und zu konkretisieren, sodass daraus ein Handlungskonzept erarbeitet werden konnte. Zum Abschluss des Managementverfahrens wurde dieses Handlungskonzept als Demografiekonzeption dem Gemeinderat vorgestellt. Im Rahmen der Gemeinderatssitzung wurde der Gemeinde Steinmauern auch das Qualitätssiegel „familienfreundliche, bürgeraktive & demografiesensible Kommune„ von der Familienforschung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg verliehen. Die Zertifizierung ist nicht nur Anerkennung und Dank an alle, die sich bisher am Demografiemanagement beteiligt haben, sondern soll auch Ansporn für die Zukunft sein, denn die „Demografiekonzeption steht – lassen Sie uns nun gemeinsam an die Umsetzung gehen!“

Für die Prozesskoordinierung sind die Projektleiterin der Gemeinde, Julia Hangs, sowie die Projektgruppe, die sich aus Vertretern des Gemeinderates, der Bürgerschaft, Vertreter Gewerbe, Kultur und Bildung sowie und der örtlichen Vereinen zusammensetzt, verantwortlich.

Bei allen Handlungsfeldern, insbesondere im Bereich „Miteinander der Generationen“ sind Verwaltung und Gemeinderat auf die aktive Beteiligung der Bürger angewiesen.
Bitte setzen Sie sich mit Frau Hangs unter 927514 oder hangs@steinmauern.de in Verbindung.

 

- Dokumentation Bilanzwerkstatt

- Dokumentation Zukunftswerkstatt

- Demografiekonzeption