Volkstrauertag - Gedenkfeier auf dem Soldatenfriedhof in Andilly/Frankreich

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge lädt jährlich am Volkstrauertag zu einer Gedenkfeier auf dem größten deutschen Soldatenfriedhof des Zweiten Weltkrieges in Frankreich in Andilly ein. Auf diesem Friedhof mahnen die Grabstätten von über 33.000 Gefallenen zum Frieden und Gedenken.
In diesem Jahr konnte der Musikverein Steinmauern endlich seine Zusage einlösen, diese besondere Gedenkfeier musikalisch zu umrahmen, nachdem dies in den beiden Jahren zuvor auf Grund der Pandemie nicht möglich war. 25 Musikerinnen und Musiker, begleitet von den Gemeinderäten Reinhilde Weisenburger und Franz Bohn, zeigten sich tief beeindruckt und bewegt von den schier endlosen Reihen an Grabmalen, die sich auf einer weitläufigen, parkähnlichen Anlage erstrecken.
Nicht minder beeindruckend war aber auch die Teilnahme hochrangiger Vertreter aus der französischen Verwaltung, der Politik und dem Militär, die den deutschen Gefallenen gedachten, ebenso wie die Bevölkerung von Andilly, Angehörige, die aus ganz Deutschland angereist waren, und eine Gruppe deutscher Soldaten. In seiner bewegenden Ansprache brachte Konsul Stefan Dürr vom Deutschen Generalkonsulat in Straßburg das ungläubige Entsetzen eines Großteils der Bevölkerung Europas über den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zum Ausdruck. Ein Krieg, den in diesem Ausmaß niemand auf europäischem Boden für möglich gehalten hätte. Wohl gewählt ließen die Steinmaurer Musiker diesen Worten das besinnlich-majestätisch Musikstück "Highland Cathedral" folgen.
Im Anschluss gedachten Eric Schuster und Michael Beckert vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge der Gefallenen. Deutsche Delegationen legten im Auftrag des Bundesministeriums für Verteidigung, der Generalkonsulin der Bundesrepublik und des Volksbundes Kränze nieder, ebenso wie französische Vertreter für die Gemeinden Andilly und Toul und das Département Meurthe et Moselle. Die französischen Redner Dominique Potier und Laurant Naves, Abgeordneter bzw. Unterpräfekt des Départements, ehrten die Gefallenen mit einem gemeinsamen Gesteck.
Das Ende der Gedenkfeier, als die Steinmaurer Musiker die Marseillaise, die Deutsche Nationalhymne und die Europahymne anstimmten und die Militärs still salutierten, war für alle Anwesenden nochmals ein sehr bewegender Moment.

Dankbar darüber, Teil dieser eindrücklichen Veranstaltung gewesen zu sein, freute sich das Steinmaurer Orchester anschließend auch über zahlreiche anerkennende Worte, sowohl von deutschen als auch von französischen Teilnehmern der Gedenkfeier.

Anschließend waren die Musiker*innen und Gemeinderäte mit Partnern zu einem gemeinsamen Mittagessen mit den Vertretern des Volksbundes und den angereisten Angehörigen der gefallenen Soldaten eingeladen. In teils sehr persönlichen Gesprächen konnten wir Steinmaurer interessante, aber auch erschütternde Einzelheiten über die Geschichte einzelner Gefallener und ihrer Hinterbliebenen erfahren.


Die Verwaltung des Musikvereins möchte sich bedanken

- beim Volksbund für die Einladung, diese besondere Gedenkfeier mitzugestalten und damit eine einmalige Erfahrung zu machen

- bei Gemeinderätin Reinhilde Weisenburger und Gemeinderat Franz Bohn mit Partnern für ihre Begleitung, Unterstützung und Anerkennung im Namen der Gemeinde Steinmauern

- Fabian Grünbacher für die tolle Organisation

- und vor allem bei den Musikerinnen und Musikern, die zwölf Stunden ihrer Freizeit gerne dafür "geopfert" haben, an dieser besonderen Gedenkfeier teilzunehmen.

 

 

 

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