Baumkontrolleur in Steinmauern unterwegs
In den vergangenen Tagen war ein externer Baumkontrolleur im Ort unterwegs, um alle gemeindeeigenen Bäume auf ihre Verkehrssicherheit zu überprüfen. Die Gemeinde ist verpflichtet, zweimal jährlich - einmal im unbelaubten und einmal im belaubten Zustand - eine Kontrolle der Bäume durchführen zu lassen.
In der Gemeinde gibt es derzeit 951 Bäume, die kontrolliert werden müssen. Die Bäume werden auf Totholz, Verletzungen, Risse, Pilzbefall, Höhlungen, Anhebung des Wurzeltellers und ihren Allgemeinzustand untersucht.
Die Gemeinde erhält anschließend eine Liste, in der die Schäden bzw. die erforderlichen Pflegemaßnahmen und deren zeitlicher Handlungsbedarf (dringend, wichtig, wünschenswert) festgelegt werden. Bäume, die nicht mehr verkehrssicher sind, werden sofort gefällt, um Unfälle zu vermeiden.
In einigen Fällen kann es sein, dass Bäume für den Betrachter noch gesund aussehen, ihr Inneres jedoch so geschädigt ist, dass eine Umsturzgefahr besteht. In den meisten Fällen sind Pilze für diesen Zustand verantwortlich.
Die Ursachen für kranke Bäume sind Alter, Beschädigungen, zu wenig Platz in der Baumgrube, der Klimawandel und nicht zuletzt der Urin, den Hunde mehrmals am Tag an einem Baum hinterlassen.
Dem Baumkontrolleur stehen für seine Untersuchungen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Mit einem speziellen Hammer klopft er den Stamm ab. An dem Klopfton erkennt er den Zustand des Holzes. In Verdachtsfällen wird mithilfe eines Messgeräts die Stabilität des Stammes gemessen (Widerstandsmessung).
Nach Erhalt der Schadensliste führt der Bauhof kleinere Pflegemaßnahmen durch. Größere Maßnahmen, für die eine Hebebühne erforderlich ist, werden an eine Fremdfirma vergeben.


