Der Förster informiert: Schutzlose Jungtiere – es ist wieder Setz- und Brutzeit!
Überall auf unserer Gemarkung gibt es nun Nachwuchs. Wir Menschen empfinden den Anblick junger Vögel, Rehe, Füchse und anderer Tiere als besonders süß. Für die Jungtiere selbst ist es jedoch eine sehr gefährliche und verlustreiche Zeit.
Grundsätzlich gilt: Keine Mutter vergisst ihre Jungen - eine prominente Ausnahme ist der Kuckuck, der seine Eier in fremde Nester legt und sich nie mehr darum kümmert.
Auch wenn ein Jungtier allein auf weiter Flur zu sein scheint, bitte nicht anfassen! Der menschliche Geruch könnte die Mutter davon abhalten, sich um ihr Junges zu kümmern. In dieser sensiblen Phase der Jungenaufzucht sollten wir Menschen besonders rücksichtsvoll mit der Natur umgehen.
Vor allem für größere Säugetiere wie Wildschweine, Rehe, Füchse, Dachse, Wildkatzen oder Hasen ist es in den kommenden Wochen sehr wichtig, dass Hunde an der Leine geführt werden und die Wege nicht verlassen.

Das Foto wurde nur etwa 200 Meter vom Ortsrand und 30 Meter von einem stark frequentierten Weg entfernt aufgenommen. Junge Rehkitze verlassen sich zu 100 % auf ihre Tarnung. Wenn diese auffliegt, sind sie absolut schutzlos - es gibt für sie keinen Plan B!
Bevorzugte Ablegeplätze sind die Wiesen - also Bereiche, die gar nicht so weit vom Ort entfernt sind und in denen man gerne spazieren geht.


