Die KABS feiert 50-jähriges Jubiläum
Ein Rückblick auf die Vergangenheit, ein Blick in die Gegenwart und Zukunft in Steinmauern und am Oberrhein
Wer weiß schon, wie es in Steinmauern noch vor 50 Jahren war - ohne die KABS? Die Schnakenplage war enorm. Doch dank der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) hat sich die Lebensqualität in Steinmauern erheblich verbessert. Aus diesem Grund folgte Bürgermeister Toni Hoffarth der Einladung gerne und nahm an der Jubiläumsfeier in Philippsburg am vergangenen Mittwoch teil.
Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens blickte die KABS auf ihre Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 hat die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) maßgeblich zur Lebensqualität am Oberrhein beigetragen - von der ersten umweltschonenden Bekämpfung bis hin zu modernen technischen Lösungen. Wichtige Meilensteine waren der Zusammenschluss von 20 Kommunen auf Initiative von Dr. Paul Schädler, die umweltschonende Bekämpfung mit Unterstützung der Universität Heidelberg, der Einsatz von Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) zur larvenbasierten Bekämpfung sowie technische Innovationen wie die GPS-gestützte Kartierung seit den 1990er-Jahren und die GPS-gesteuerte Hubschrauberführung seit den 2000er-Jahren.
Die Verbindung von Stechmückenbekämpfung mit Hochwasserschutz sowie die Vertretung von Landesinteressen (Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz) prägten die Arbeit der KABS. Heute stellen Klimawandel, extreme Wetterlagen und steigende Temperaturen die Planbarkeit der Einsätze vor neue Herausforderungen. Zudem breiten sich exotische Arten wie die Asiatische Tigermücke aus, wodurch sich die Gesundheitsrisiken erhöhen. Seit 2025 erschweren zudem Bürokratie und Verbotsregelungen für Biozide im Selbstbedienungsbereich die Prävention. Übergangslösungen waren nötig und Präsident Hartwig Rihm forderte bundesweit Erleichterungen sowie mehr finanzielle Mittel. Trotz dieser Herausforderungen blieb das Engagement der KABS unverändert. Das Ziel bleibt eine gezielte, selektive Bekämpfung von Stechmücken, um die Lebensqualität am Oberrhein zu sichern.

„Die KABS soll Stechmücken bekämpfen und nicht verwalten“, betont Hartwig Rihm, Präsident des Vereins.


