Energie & Umwelt

Klimaneutrales Rathaus

Bereits 2009 hat die Gemeinde Steinmauern für das Rathausgebäude die Klimaneutralstellung angestrebt und setzt diese seither für jedes Jahr kontinuierlich um. Steinmauern war landesweit die erste Kommune, die sich an dem EnBW-Pilotprojekt „Das klimaneutrale Rathaus“ beteiligt hatte und die Klimaneutralstellung erreicht hat. Ermittelt werden dabei der CO2–Fußabdruck der verbrauchten Energie, Geschäftsreisen, die tägliche Anfahrt der Mitarbeiter, Materialverbrauch und nach Möglichkeit auch der externen Dienstleister. Eine Kompensation erfolgt dabei über Emissionszertifikate von Klimaschutzprojekten, die nachweislich CO2 -Emissionen einsparen und über international anerkannte Standards zertifiziert sind. Mit den Zertifikaten werden z.B. der Bau eines Wasserkraftwerks oder Aufforstungen finanziell unterstützt.

Neben der Kompensation wird aber auch kontinuierlich eine Reduzierung der Emissionen angestrebt. "Die Einsparung von CO2 ist kein Hexenwerk: man muss sich nur damit beschäftigen und Lösungen finden", so das Credo des Bürgermeisters.  Und die Anstrengungen fruchten: Der Einbau einer Holzpelletheizung, die Umstellung auf LED-Beleuchtung mit Bewegungsmeldern zur Lichtsteuerung sowie der Bezug von grünem Strom aus Baden-Württemberg haben die CO2 – Menge bis heute um rund 90 % sinken lassen.

RegioENERGIE

„WIR PACKEN’S AN“ ist der Slogan von RegioENERGIE, einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR), die ihre 11 Mitgliedsgemeinden vernetzend und konzeptionell bei den Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und Digitalisierung unterstützt. Die Gemeinde Steinmauern ist Gründungsmitglied und stellt einen der beiden Geschäftsführer der Gesellschaft.

Ende September 2015 fiel der Startschuss von RegioENERGIE mit einem kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk. Bis heute konnten über 90 Energieaudits für kommunale Liegenschaften innerhalb dieser 11 Kommunen durchgeführt werden. Mit Bürgerbeteiligungen wurden außerdem ein Klimaschutzkonzept sowie ein interkommunales Elektromobilitätskonzept erarbeitet. Beides dient als Grundlage für Klimaschutzmaßnahmen, die in der Region verwirklicht werden sollen sowie für die Standortbestimmung für die Errichtung von E-Ladesäulen. Schwerpunktmäßig sollen dabei z.B. der vermehrte Bau von Photovoltaikanlagen auf Privatdächern, die Einführung von Carsharing oder die Forcierung der Vermarktung von regionalen Produkten verwirklicht werden.

Aktuell wird noch eine Digitalisierungsstrategie für die RegioENERGIE-Kommunen erarbeitet. Im Rahmen des Landeswettbewerbs „Digitale Zukunftskommune“ wird dieses Digitalisierungsprojekt finanziell gefördert und muss bis Juli 2020 abgeschlossen sein. Dabei soll ein elektronisches Portal entwickelt werden, das zum einen zu einer besseren Kommunikation zwischen Kommunen und Einwohnern führen soll und zum anderen älteren Mitmenschen die Möglichkeit bieten soll, möglichst lange selbstbestimmt in der Gemeinde wohnen bleiben zu können.

Seit dem 1. Juli 2019 unterstützt ein Klimaschutzmanager die Kommunen bei der Umsetzung der in den Konzepten empfohlenen Maßnahmen. Die Entscheidung über die Durchführung der jeweiligen Maßnahmen sowie die Bereitstellung der Leistungen obliegt dabei jeder Gemeinde selbst.

Weitere Informationen über RegioENERGIE finden Sie unter folgendem Link.

E-Carsharing

Elektromobilität in Steinmauern von nun an über E-Carsharing möglich

Seit Mitte August 2020 wurde bei der im Jahr 2019 errichteten E-Ladesäule, am Parkplatz hinter dem Rathaus, ein E-Carsharingfahrzeug der Firma deer GmbH übergeben. Konkret handelt es sich um einen E-Golf, der den Steinmauerner sowie Bürgern der näheren Umgebung die flexible E-Mobilität ermöglichen soll.
Hintergrund war ein durch das Energieeffizienznetzwerk RegioEnergie erstelltes Elektromobilitätskonzept. In diesem wird der Ausbau der Elektromobilität in den Mitgliedskommunen durch Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen gefordert. Mit dem E-Carsharing ist somit ein wichtiger Schritt getan.
Bürgermeister Schaaf betont im Rahmen des Pressetermins, wie wichtig die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Klimaschutz ist. Gemeinsam mit den anderen Netzwerkkommunen konnten bereits einige Klimaschutzprojekte erfolgreich umgesetzt werden.
Nach Fahrzeugübergabe stellten sich die Mitarbeiter der deer GmbH den aufkommenden Fragen. Die Reichweite des Fahrzeugs wird auf Anfrage mit 230 km beziffert. Vorteilhaft ist, dass die Fahrzeuge nicht an den Abfahrstandort zurückgebracht werden müssen, sondern an jeder Station im Rahmen des Deer-Carsharingverbundes zurückgegeben werden können.
Laut Erfahrungsbericht des Klimaschutzmanagers Géza Solar wird das Carsharingangebot üblicherweise zeitnah nach Aufstellung des Fahrzeuges in Anspruch genommen.
Die Gemeinde würde sich freuen, wenn dies auch in Steinmauern der Fall wäre.

Wichtige Daten:
Station E-Ladesäule: Plittersdorfer Straße 1 (Parkplatz hinter Rathaus).

Tarife Nutzung des deer e-carsharing:
Nutzung des Fahrzeugs je Stunde:                                                                               5,75 €
Nutzung des Fahrzeugs je Tag (24 h ab Fahrtbeginn):                                           34,00 €
jährliche Grundgebühr:                                                                                                30,00 €
Laden an den Ladestationen der deer GmbH:                                                      kostenfrei
Laden an den Stationen von Drittanbietern (Roaming):
Ladestation EnBW (AC / DC) pro Minute                                                 14 Cent / 45 Cent
Ladestation Hubject Verbund:                                                                   20 Cent / 49 Cent

Eine Übersicht der Ladestation der deer GmbH finden Sie unter www.deer.chargecloud.de.

Zur Buchung des Carsharingfahrzeugs muss über das Smartphone die „deer ecarsharing“ App im Playstore/App Store heruntergeladen werden. Nach einmaliger Registrierung kann das Fahrzeug über die App gebucht werden, bzw. die Buchung wieder beendet werden

Anleitung E-Carsharing

 

 

Naturschutz

35 % der gesamten Steinmauerer Gemarkung sind in besonderer Weise unter Schutz gestellt. Die Bandbreite reicht von Naturschutz- über Landschaftsschutz-, Flora-Fauna-Habitat (FFH) - bis hin zu Vogelschutzgebieten. Die genauen Abgrenzungen können unter folgendem Link eingesehen werden. Diese Schutzgebiete machen 15 % unseres 290 ha großen Gemeindewaldes aus. Zum überwiegenden Teil liegt das reine Laubwaldgebiet hochwassergeschützt in der sogenannten Altaue. Hauptbaumarten waren bisher Esche, Eiche, Hainbuche, Ahorne und diverse seltenere Laubbaumarten. Aufgrund des Klimawandels ist die Waldbewirtschaftung derzeit im Umbruch. Ein kleinerer Teil des Waldes liegt im Überflutungsbereich des Rheins und weist demenstprechend teilweise "urwaldartige" Silberweidenbestände auf. Mit einer schonenden und nachhaltigen Waldbewirtschaftung wird ein fairer Ausgleich zwischen den Nutz-, (Natur-)Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes angestrebt.

Um die Natur und Umwelt nicht nur in den ausgewiesenen Gebieten zu schützen, engagiert Steinmauern sich in zahlreichen Projekten im gesamten Gemeindegebiet.

Einige erfolgreiche Projekte der vergangenen Jahre:

 

KONTAKT

Rathaus - info-büro
Hauptstraße 82
76479 Steinmauern
Telefon: 07222 9275-0
Telefax: 07222 9275-20
rathaus@steinmauern.de

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag bis Freitag
08.00 - 12.30 Uhr
Montagnachmittag
14.00 - 16.00 Uhr
Mittwochnachmittag
14.00 - 18.00 Uhr

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